Briefeinwurf kaufen: Einwurfmaß, Einbauort und Postauffang richtig wählen
Ein Briefeinwurf – auch Briefklappe, Einwurfklappe oder Briefschlitz genannt – bildet die Außenseite der Postannahme. Für eine vollständige Lösung müssen Blende, Einwurföffnung, Bauteilstärke und ein geeigneter Postauffang auf der Innenseite zusammenpassen.
Briefeinwurf 240 × 35 oder 350 × 63 mm: Welche Größe passt?
Das Einwurfmaß bezeichnet die nutzbare Öffnung, nicht die Größe der sichtbaren Außenblende. Im aktuellen Sortiment stehen kompakte Ausführungen für C4-Sendungen im Hochformat und größere Einwürfe für C4 im Querformat zur Wahl. Prüfen Sie die Maße immer am konkreten Produkt.
| Ausführung | Sendungsausrichtung | Typisches Blendenmaß | Planungshinweis |
|---|---|---|---|
| Einwurf 240 × 35 mm | C4 hochkant, kurze Kante zuerst | etwa 300 × 115 mm | Kompakte Lösung; Innenkasten und Ausschnitt auf die kleine Blende abstimmen |
| Einwurf 350 × 63 mm | C4 quer, lange Kante zuerst | etwa 410 × 140 mm | Mehr Öffnungsbreite und -höhe; benötigt entsprechend mehr Platz im Bauelement |
| Blende mit Funktionsfeld | abhängig vom gewählten Briefeinwurf | produktabhängig, beispielsweise 300 oder 410 mm breit | Kamera, Sprechstelle und Leitungswege vor Ausschnitt und Bestellung festlegen |
| Durchwurf durch tiefes Mauerwerk | abhängig vom vollständigen System | modellabhängig | Mauerdurchwurfbriefkasten statt Einzelklappe prüfen |
Briefeinwurf in Haustür oder Seitenteil: Was gehört auf die Innenseite?
Die Einwurfklappe führt die Post durch Türblatt, Seitenteil oder ein anderes geeignetes Element. Dahinter wird ein passender Innentür-Briefkasten oder eine geeignete Auffanglösung benötigt. Ohne geschlossenen Auffangbehälter fällt die Post frei in den Innenraum.
Die im Sortiment auf die Einwürfe abgestimmten Innenkästen SMALL und BIG sind laut Produktbeschreibung für Bauelemente bis maximal 20 mm ausgelegt. Diese Angabe gilt für die jeweilige Kombination und darf nicht pauschal auf andere Türen, Klappen oder Wandaufbauten übertragen werden.
Vor dem Ausschnitt müssen Außenblende, Innenkasten, Befestigungsbohrungen, Öffnungsrichtung und verfügbare Fläche gemeinsam geprüft werden. Bei Brand-, Rauchschutz-, Sicherheits-, Wärme- oder Schallschutztüren ist zusätzlich die Freigabe des Türherstellers beziehungsweise eines Fachbetriebs erforderlich.
Briefschlitz in der Tür oder Mauerdurchwurfbriefkasten?
Die richtige Lösung hängt weniger von der sichtbaren Klappe als vom Weg der Post bis zum Auffangbehälter ab. Für ein dünnes Bauelement genügt häufig eine abgestimmte Kombination aus Außenklappe und Innenkasten. Bei einem tiefen Wandaufbau ist ein vollständiges Mauerdurchwurfsystem erforderlich.
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Haustür und dünnes Seitenteil
Geeignet ist eine Kombination aus Briefeinwurf und Innenkasten nur dann, wenn Bauteilstärke, verfügbare Fläche und Türaufbau zu den Produktmaßen passen.
Türseitenteilbriefkästen als Alternative →Mauer, Pfeiler und tiefer Wandaufbau
Hier müssen Schachtlänge, Wanddicke, Entnahmeseite, Dämmung und Kondensatrisiko berücksichtigt werden. Eine einzelne Einwurfklappe ersetzt diese Planung nicht.
Mauerdurchwurf richtig auswählen →Mit Kamera oder Sprechanlage
Funktionsblenden können Briefeinwurf, Kamera und Sprechstelle optisch bündeln. System, Montagehöhe, Sichtfeld, Stromversorgung und Leitungsweg müssen vorab feststehen.
Briefeinwürfe mit Eingangstechnik →Mit Namensbeschriftung
Eine lasergravierte Beschriftung ordnet den Einwurf eindeutig zu und kommt ohne nachträglich aufgeklebtes Schild aus. Verfügbarkeit und Position sind modellabhängig.
Modelle mit Laserbeschriftung →Briefeinwurf aus Edelstahl, Anthrazit oder in RAL-Farbe?
Das Sortiment umfasst Ausführungen aus Edelstahl V2A 1.4301 sowie pulverbeschichtete Varianten, darunter RAL 7016 Anthrazitgrau und RAL-Farben nach Wahl. Geschliffener Edelstahl zeigt eine sichtbare Metallstruktur; eine Pulverbeschichtung ermöglicht die Abstimmung auf Haustür, Fenster und Fassade.
Witterungsschutz entsteht nicht allein durch das Material. Einbaulage, Schlagregen, Fugenabdichtung, Gefälle, der Anschluss an das Bauelement und regelmäßige materialgerechte Pflege beeinflussen die Dauerhaftigkeit. Die Montage muss entsprechend der Produktunterlagen erfolgen.
DIN EN 13724 behandelt unter anderem Öffnungen privater Hausbriefkästen und Briefeinwürfe. Ob eine konkrete Ausführung die Norm erfüllt, ist produktbezogen in den technischen Daten zu prüfen.
Häufige Fragen zu Briefeinwurf, Briefklappe und Briefschlitz
Was ist der Unterschied zwischen Briefeinwurf, Briefklappe und Briefschlitz?
Die Begriffe werden häufig für dieselbe Funktion verwendet. Der Briefschlitz bezeichnet streng genommen die Öffnung; Briefklappe oder Einwurfklappe das bewegliche Abdeckelement. Als Briefeinwurf wird meist die vollständige äußere Einheit aus Öffnung, Klappe und Blende angeboten.
Ist ein Briefeinwurf bereits ein vollständiger Briefkasten?
Nein. Ein Briefeinwurf ist zunächst die äußere Annahmestelle. Auf der Innenseite wird ein passender Briefkasten oder ein anderer geeigneter Postauffang benötigt. Bei tiefem Mauerwerk ist stattdessen ein vollständiges Mauerdurchwurfsystem sinnvoll.
Was ist der Unterschied zwischen 240 × 35 und 350 × 63 mm?
Die Maße beschreiben die nutzbare Einwurföffnung. 240 × 35 mm ist die kompaktere Ausführung für C4 hochkant. 350 × 63 mm nimmt C4 quer auf und bietet mehr Breite und Höhe. Auch Außenblende, Ausschnitt und Innenkasten unterscheiden sich.
Was bedeutet C4 hoch und C4 quer?
Bei C4 hoch wird die Sendung mit der kurzen Kante voraus eingeworfen. Bei C4 quer gelangt sie mit der langen Kante voraus durch die Öffnung. Dafür ist ein deutlich breiterer Einwurf erforderlich.
Kann ein Briefeinwurf in jede Haustür eingebaut werden?
Nein. Türmaterial, Bauteilstärke, Beschläge, Verstärkungen, Dichtungen und verfügbare Fläche müssen zum Produkt passen. Bei Brand-, Rauchschutz-, Sicherheits-, Wärme- oder Schallschutztüren ist eine Freigabe des Herstellers beziehungsweise Fachbetriebs erforderlich.
Wie dick darf Tür oder Seitenteil für einen Briefeinwurf sein?
Das ist produktabhängig. Die auf die aktuellen Einwürfe abgestimmten Innentür-Briefkästen SMALL und BIG sind laut Produktbeschreibung für Bauelemente bis maximal 20 mm vorgesehen. Für andere Kombinationen gelten ausschließlich deren technische Unterlagen.
Braucht ein Briefeinwurf auf der Innenseite einen Briefkasten?
Für eine geschlossene und geordnete Postaufnahme ist ein kompatibler Innenkasten sinnvoll. Alternativ kann eine dafür vorgesehene Auffanglösung verwendet werden. Ohne Postauffang fällt die Sendung hinter der Öffnung frei in den Raum.
Ist ein Briefeinwurf regendicht?
Eine pauschale Regendichtheit lässt sich nicht zusagen. Produktkonstruktion, Wetterseite, Einbaulage, fachgerechter Anschluss und Schlagregenbelastung bestimmen den Schutz. Prüfen Sie die Produktangaben und bevorzugen Sie bei exponierter Lage einen baulichen Wetterschutz.
Gibt es Briefeinwürfe mit Kamera oder Sprechanlage?
Ja. Funktionsblenden können Briefeinwurf, Kamera und Sprechstelle kombinieren. Das gewählte Türkommunikationssystem sowie Strom-, Daten- und Türöffnerleitungen müssen vor der Bestellung feststehen.
Muss ein Briefeinwurf DIN EN 13724 erfüllen?
DIN EN 13724 beschreibt Anforderungen an private Hausbriefkästen und Einwurföffnungen. Ob die Norm für ein Projekt vertraglich vorausgesetzt wird und ob das konkrete Produkt konform ist, muss im Einzelfall anhand Planung und Produktdaten geprüft werden.
Briefeinwurf und Postauffang passend konfigurieren
Planen Sie Einwurfgröße, Außenblende, Innenkasten, Oberfläche, Beschriftung und technische Funktionen als zusammenpassende Eingangslösung. Prüfen Sie anschließend alle Einbaumaße anhand der Unterlagen des gewählten Modells.
